Freistellung nach Pflegezeitgesetz

Wird ein Angehöriger pflegebedürftig, können sich Beschäftigte zeitlich begrenzt von der Arbeit freistellen lassen oder die Arbeitszeit reduzieren. Dabei unterscheidet man zwischen Freistellung zur Organisation der Pflege (z.B. zur Organisation eines Heimplatzes) und der Freistellung zur Pflege eines Angehörigen (Pflegezeit). 

1. Freistellung von der Arbeit zur Organisation der Pflege eines Angehörigen (kurzzeitige Arbeitsverhinderung) 

  • bis max. 10 Tage 
  • gilt für alle Unternehmen
  • Zustimmung des Arbeitgebers ist nicht erforderlich 
  • nur in Akutfällen beanspruchbar 
  • voraussichtliche Pflegebedürftigkeit ausreichend (ärztlich Bescheinigung)
  • Anzeigepflicht beim Arbeitgeber (unverzüglich formlos) 

2. Volle oder teilweise unbezahlte Freistellung von der Arbeit zur Pflege eines Angehörigen (Pflegezeit)

  • Höchstdauer 6 Monate
  • nur 1mal pro pflegebedürftigen Angehörigen
  • Rechtsanspruch gilt für Unternehmen mit mehr als 15 Beschäftigten
  • bestehende Pflegebedürftigkeit nach Pflegestufen I bis III ist nachzuweisen
  • Pflege in häuslicher Umgebung
  • schriftliche Ankündigung beim Arbeitgeber mit Beginn, Umfang und Dauer mindestens 10 Tage vor Freistellungsbeginn notwendig






































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